Die Reichen und die Schönen sind, so meint man, gar nicht so scharf auf Presse. Doch insgeheim brauchen sie die Presse doch – insbesondere die nicht ganz so reichen, nicht ganz so schönen oder nicht ganz so bekannten Personen, mithin B- oder auch C-Promies genannt, benötigen die Presse dringender als die Presse sie.
Oft sind es die vermeintlichen Starsund Sternchen, die überhaupt erst durch Pressemitteilungen auf sich aufmerksam machen wollen – was für ein Quatsch, denn meist interessiert sich kaum jemand dafür. Erst wenn Dramatik dazukommt, Eifersucht, Sex und Crime, dann wird die Sache für die Regenbogenpresse interessant. Je blumiger, je dramatischer, je tragischer, umso besser.
Wir finden das meist nur nervend, aber selbst die nervigen Prominenten verfolgen wir manchmal mit leicht angeekeltem Interesse – und damit haben diese dann schon ihr Ziel erreicht. Denn selbst schlechte Presse ist gute Presse.

Foto von Heinz Hasselberg, Steinfurt, CC BY 2.0. Quelle: www.piqs.de.